Freitag, 23. Juli 2010

Leseliste

Zur Zeit bin ich wieder ein bisserl mehr "Öko" als sonst. Ich versuche kein Plastik zu kaufen, habe ein Pickerl für unseren Postkasten besorgt um keine Werbung mehr zu bekommen (und in weiterer Folge weniger Müll zu produzieren), versuche Bio-Produkte zu kaufen oder wenn nicht Bio, dann zumindest lokale Produkte, verwende Stoffservietten etc. etc.
Der Grund? Die beiden Bücher, die ich gleich vorstellen werde:

A Life Stripped Bare - Leo Hickman.
(Auf Deutsch "Fast Nackt: Mein abenteuerlicher Versuch, ethisch korrekt zu Leben")

Leo Hickman, ein Journalist, bekam von seinem Chef die Aufgabe gestellt, ein paar Wochen ethisch korrekt zu leben und darüber zu schreiben. Aus den paar Wochen wurde ein Jahr und er inkludierte seine Frau und die 3 Monate alte Tochter.
Das Buch selbst ist recht gut geschrieben und gibt viele gute Tipps, wie man ökologisch und ethisch korrekt leben kann. Ökologisch korrekt ist ja relativ einfach, aber ethisch korrekt leben - pfuuh! Vor allem Jane, seine Ehefrau, wehrte sich gegen so ziemlich alles, was Leo einführen wollte. Sie setzten auch nicht alle Punkte um, wie ihnen empfohlen wurde, daher empfinde ich das Buch manchmal als etwas merkwürdig. Entweder ich mache ein Experiment oder nicht, oder wie seht ihr das? Viele Leute führen tagtäglich ein viel extremeres, ethisch korrekteres Leben als er mit seinem "Experiment" nur für ein Jahr.
Trotz aller Kritik ein recht guter Ratgeber, bringt einen auf jeden Fall zum Nachdenken!
 

No impact man - Colin Beavan
(Auf Deutsch: "Barfuß in Manhatten: Mein ökologisch korrektes Abenteuer")
Dieses Buch beschreibt schon eher meine Vorstellung von einem "drastischen Lebenswandel". Beavan, seine Frau und ihre zweijährige Tochter versuchten ein Jahr lang ohne CO²-Ausstoß und Müll- produktion in New York zu leben. "No impact" eben. Ich muss sagen, es ist ihnen auch recht gut gelungen! Schrittweise führten sie verschiedene Punkte ein: Kein Müll, keine ölbetriebenen Fahrzeuge, kein Fernsehen, kein Lift, kein Strom, lokales Gemüse, (wegen den Transportkilometern), kein Fleisch, keine neuen Sachen (aber second-hand Kleidung etc. ist erlaubt!), waschbare Windeln (weil Wegwerfwindeln 200 Jahre brauchen um sich zu zersetzen! Man stelle sich den weltweiten Windelmüllberg einmal vor, der jährlich entsteht!!) und (was vor allem für seine Frau Michelle kaum umzusetzen war) kein Kaffe.

Ein wirklich sehr gutes Buch, manchmal auch mit Beavans philosophischen Gedanken, das ich wirklich weiterempfehlen kann. Es hat zwar nicht so viele praktische Tipps wie "A life stripped bare", aber die Umsetzung des Experiments gefällt mir tausend mal besser!

Es gibt auch einen Blog und einen Film. Den Trailer dazu seht ihr hier:

2 Kommentare:

sanicula hat gesagt…

Hm, klingt recht interessant, auch im Hinblick auf die positiven "Nebenwirkungen" im Nachspann des Films. Manche Sachen fallen mir leicht, aber an anderen hätte ich ziemlich zu knabbern. Ich werden mal wieder näher hinsehen, wo ich was verändern kann. Auf jeden Fall muss ich die nächsten 5 Wochen ohne Lift in den 4. Stock kommen. Er wird nämlich durch einen neuen ersetzt.

Familie Zugvogel hat gesagt…

Buoh, jaja, wir wohnen auch im 5. Stock. Ich versuche wirklich, oft zu Fuß zu gehen, aber in letzter Zeit war es immer sooooo heiß... da werd' ich einfach öfters schwach!