Bilanz:
1 Plastiksackerl eines großen Modehauses
Und das wurde dann als Müllsack für Plastikmüll verwendet.
2 kleine, dünne Plastiksackerl
Sie wurden gewaschen, getrocknet und wiederverwendet.
1 kleines Plastikkisterl
Wurde gewaschen, getrocknet und wird nun im Kühlschrank zur Gemüsetrennung verwendet
Wie hab' ich das gemacht, fragt ihr euch? Naja, eigentlich ist es recht einfach.
1.) Mit Stoffsackerl einkaufen gehen.
Waschbar und jahrelang haltbar, sind sie unverzichtbarer Teil meines Einkaufserlebnis. Stoffsackerl gibt's jetzt schon in vielen lustigen Designs, nicht nur als Werbung für viele Firmen (so wie früher). Also braucht man auch nicht unbedingt damit für irgend eine Partei Werbung machen, wenn man mit ihnen Einkaufen geht.
Außerdem sind sie einfach selbst zu machen, also gibt's keine Ausrede, warum man ohne Stoffsackerl aus dem Haus geht.
Eines meiner vielen Stoffsackerl
2.) Mit Korb einkaufen gehen.
Der Klassiker. Sind auch gar nicht teuer und halten Jahrelang!
3.) Faltbare Einkaufstaschen
Wer eine aversion gegen Stoffsackerl hat (warum auch immer...) kann ja faltbare Einkaufstaschen probieren. Sie sind unglaublich klein zusammenrollbar und haben auch witzige Designs.
Zum Beispiel von Envirosax (teuer), oder eine lustige Erdbeere wie ich sie habe aus dem Bagstore (in Graz im Murpark)
Erdbeere... oder doch nicht?
4.) Gemüsekiste
Ja, ich weiß, es ist schwierig, vom Supermarkt ohne Plastiksackerl nach Hause zu gehn, vor allem wenn man Gemüse kauft. Aber gegen dieses Übel haben wir eine Lösung gefunden. Und die heißt Gemüsekiste.
Einmal die Woche bekommen wir von Bauern aus der Umgebung eine Kiste voll mit Gemüse und Obst - regional, saisonal, Bio. Somit brauchen wir kein sonderlich schlechtes Gewissen haben wegen Pestizieden, CO2 und langen Lieferwegen. Die Lieferung bis vor die Wohnungstür ist kostenlos.
Auf dieumweltberatung.at oder auf greenpeace.at sind einige BioKistl-Anbieter für Österreich aufgelistet.
Nach Graz liefern auch einige Firmen:
Bioladen Matzer
Frischebox (getestet und für sehr gut befunden!)
Biohof Wressnigg
Probiert es einfach aus!
Kleine, regionale und saisonale Frischebox
5.) Papiersackerl statt Plastiksackerl nehmen
Wenn man spontan in den Supermarkt muss und wirklich kein Sackerl eingesteckt hat, aber eines braucht. Warum nicht einfach ein Papiersackerl statt einem Plastiksackerl kaufen? Oder bei der Gemüsetheke fragen, ob sie nicht vielleicht Papiersackerl zum Abwiegen haben. Mein Lebensmittelgeschäft hatte bis vor kurzem welche neben der Waage liegen. Jetzt leider nicht mehr... ich muss anscheinend 'mal anmerken, dass mir das gut gefallen hat.
6.) Schnelligkeit
Am Bauernmarkt sieht die Sache schon anders aus. Man muss sehr schnell sein, damit die Verkäufer nicht sofort alles in Plastiksackerl einpacken. Am Besten, man sagt schon vorher, dass man bitte auf keinen Fall ein Plastiksackerl möchte. Die meisten Stände haben sowieso Waagen, auf denen ohne Plastiksackerl gewogen wird, also kann man ruhig auch ohne auskommen.
7.) Bio-Sackerl aus Kartoffelstärke
Ja, auch das gibt es schon. Sieht aus wie ein Plastiksackerl, ist aber keins. Man sieht sie schon in manchen Supermärkten. Sie sind genauso stark wie Plastiksackerl UND man kann damit seinen Biomüll entsorgen, da sie auch noch 100% und schnell Abbaubar sind! Also haltet Ausschau nach diesen Sackerl und verwendet, wenn's geht, die. Denn ihr wisst, wenn Nachfrage besteht, wird auch produziert!
Okay, das war's auch schon. Ich würde sehr gerne eure Tipps und Tricks lesen. Wie macht ihr das? Oder ist euch die Verwendung von Plastiksackerl egal? Hinterlasst ein Kommentar!
3 Kommentare:
find ich gut!
Und ganz besonders gut fühlt sich der verwunderte Blick der Kassiererin an, wenn sie hört "ich brauch kein Sackerl"
Mein Falt-Sackerl ist allerdings weit nicht so hübsch wie deine Erdbeere :-)
Ich muss aber eigentlich sagen, dass in unserem Supermarkt nur sehr wenige Leute ein Sackerl kaufen (zumindest die Leute vor und hinter mir) weil jeder irgend ein Sackerl oder einen Korb (oder Kinderwagen) mit hat.
Die Leute am Bauernmarkt sind schon viel mehr verwundert, muss ich sagen, wenn man kein Plastiksackerl will!
lg, Dett
na, nicht schlecht. Ich finde, Du kannst mit dem Abschneiden echt zufrieden sein!
Biokiste ist wirklich ein toller Tipp, ich steh auch total drauf.
http://www.animalfair.at/blog/?tag=biokiste
hat auch einige Biokisten-Anbieter beschrieben.
Leider ist die Ökobilanz von Papiersackerln nicht um sooo viel besser als die von Plastiksackerln, deshalb ist auf jeden Fall "selbst mitnehmen" der beste Weg.
Ich bin schon gespannt, was Du zur November/Dezemberchallenge sagst, ich schreib grad an der Episode ;-)
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