Die DOG-Tagung war wirklich toll, wir hörten Vorträge über den Vogelzug, die Gefahren von Windkraftanlagen, die Orientierung von Vögeln, Phylogenie und andere tolle Sachen! Wenn uns ein Vortrag mal nicht so interessiert hat, oder wenn die Versuchung, die Insel zu erkunden zu groß wurde, sind wir natürlich nach draußen gegangen. Und die Vogelwelt Helgolands hat uns wirklich nicht enttäuscht!
Am Strand beim Beobachten
Auf dem nördlichen Aufgang zum Oberland. Man beachte meine Tarnung als Ornithologin - das Fernglas.
Da Helgoland, wie gesagt, ziemlich weit draußen im Meer und sehr günstig auf der Zugroute von Dänemark übers Meer zum Europäischen Festland liegt, rasten viele, viele Vögel auf der Insel. Manche sind so fertig, dass sie vor lauter Nahrungssuche aufs Fluchtverhalten vergessen.
Braunkehlchen, fotografiert mit meiner Point-and-shoot. Also nicht sehr weit von mir weg...
Dieser Erlenzeisig hatte eine Fluchtdistanz von 30 cm... wenn wir eine Katze gewesen wären, wär' das Ganze wohl nicht so gut ausgegangen für das Vögelchen!
Was wäre eine Insel im Meer ohne Seevögel? Genau, gar nichts! Und deshalb haben wir uns natürlich auch die ans Wasser gebundenen Vögel angesehen. Neben Basstölpeln, Zwergmöwen und Kormoranen haben wir auch Eiderenten gesichtet. Leider haben wir keine Trottellummen sehen können, die ja auf Helgoland ihre einizige Brutkolonie Deutschlands haben.
Die Basstölpel auf der Spitze der Langen Anna
Zwergmöwe beim Landen auf dem Wasser
Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich ein Helgoland-Fan geworden bin. Keine Autos und viele Tiere und Pflanzen: Daumen hoch!
2 Kommentare:
Tolle Aufnahmen! Erstaunlich, wie nah Euch die Vögel ran lassen!
Dankeschön! Ja, die sind da so extrem fertig von der Meeresüberquerung, dass die zwar schon etwas weghüpfen, aber nicht ganz so das Fluchtverhalten haben, wie sonst so. (Bei uns haben manche Vögel durch die Bejagung ja schon fast eine Fluchtdistanz von ein paar hundert Metern!)
lg, Dett
Kommentar veröffentlichen